Es war wieder einmal soweit, die Ham Radio stand vor der Tür. Diesmal begann die Anreise nicht wie gewohnt mit dem Zug, sondern ich hatte die Ehre, mit meinem OVV, Harald, DL9NDW von Bravo Null Neun anzureisen.
Nach einer langen Autofahrt und der Ankunft im Hotel in Friedrichshafen fuhr ich nach dem Auspacken der Koffer erst einmal am Freitag zur Messe nach Friedrichshafen.
Dort angekommen traf ich einige bekannte OMs, mit denen ich bereits ein Treffen vereinbart hatte. Dabei handelte es sich um die Funkamateure der Draußenfunker. Mit den Draußenfunkern habe ich ein besonderes Verhältnis. Einige von ihnen nehmen am internationalen Leuchtturm- und Feuerschiffwochenende in der dritten Augustwoche teil. Mit Thorsten, DK1PO und Harm, DK4HAA bilden wir das Team am Westerheversand-Leuchtturm. Aber das ist eine andere Geschichte.
Nach einem kurzen Rundgang durch die Messehalle und einem Überblick, welche Aussteller sich dieses Jahr eingefunden hatten, beendete ich den Besuch der Messe am Freitagabend.
Am Samstag fuhr ich ausgeschlafen mit dem Linienbus zum Messegelände. Endlich war Zeit, mich in den Flohmarkthallen umzusehen.

Nach gefühlten unendlichen Stunden traf ich auf einen Händler, der meine gewünschten Artikel in seinem Sortiment führte. Ich suchte Mica-Kondensatoren für meine 40m-10m portable Off-Center-Feed-Antenne.

In den „Weiten“ der Messehalle besuchte ich natürlich auch die Funkamateurkollegen am EFA/FIRAC Stand. Im Bild links, Detlef, DL8DWL.

Hier diskutierte ich mit Detlef, DL8DWL, ob man nicht einen der FIRAC-Conteste in Zukunft in FT4 abhalten könnte. Da ich in CW in der absoluten Anfangsphase des Lernens stecke, fand ich die Idee gar nicht einmal so schlecht.
Der größte Knackpunkt an den Contesten oder Funkamateurwettbewerben ist bei mir immer wieder der bestehende Schichtdienst, was es mir nicht erlaubt, zu den gesetzten Terminen auch daran teilnehmen zu können. Aber so ist das mit den Mitgliedern der EFA/FIRAC, die im QRL tätig sein müssen.
Nach vielen, vielen kurzweiligen Stunden auf der Ham Radio fiel mir eines objektiv ganz besonders ins Auge. Am Stand der YOTA-Funkamateure herrschte immer reges Treiben. Dies mag nur ein subjektives Empfinden sein, aber gefühlt habe ich den Eindruck, dass die Anzahl der jungen Ham Radio Besucher gestiegen ist.
Der Samstag neigte sich irgendwann nach unendlichen Besuchen an den Ständen dem Ende entgegen. Der Abend endete damit, dass ich mit dem Team vom Stand Referat Intruder Monitoring, Tom, DF5JL (der macht auch „DAS Unwetter“, hi hi) und meinem OVV Harry, DL9NDW, und dem Team der Draußenfunker eine Pizzeria besuchten und es uns richtig gut gehen ließen. Dabei wurden einige sehr interessante Diskussionen geführt, unter anderem fiel bei vielen der Draußenfunker-Mitglieder die Entscheidung, endlich einmal CW zu erlernen. Dem schloss ich mich natürlich an, weil etwas Motivation nie schaden kann.
Vielleicht bis irgendwann in CW auf der Kurzwelle?
Die Temperaturen an dem Wochenende waren schon extrem.

Um mich diesen Temperaturen, zumindest am Sonntag etwas zu entziehen, habe ich mich zur Flucht auf das Wasser entschlossen. Ich habe spontan eine Bootsfahrt nach Konstanz gebucht. Eine sehr schöne Abwechslung.

Am Nachmittag habe ich dann mit sehr schönen Eindrücken und meinen gesuchten Kondensatoren im Gepäck die Heimreise angetreten.
Vy 73, Bernd Nürmberger, DK7UDO, OK8UDO
